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Verlag
Den Verlag für mein letztes Buch habe ich über die „Mörderischen Schwestern“
(Vereinigung von Krimi-Autorinnen) gefunden. Die sind gut vernetzt und helfen sich
gegenseitig. Es gibt eine Mailingliste, über die man über alle Interna auf dem
Laufenden gehalten wird. Überhaupt ist es mir wichtig, in verschiedenen
Zusammenschlüssen von Autoren zu sein, so bin ich auch bei den „Räubern77“
in Mannheim, beim „Syndikat“ und bei „QuoVadis“. Da bleibt man in einen
lebendigen Austausch mit anderen Schriftstellern und es ergeben sich immer
wieder Gelegenheiten, sich an Gemeinschaftslesungen zu beteiligen.
Schreiben
Ich habe eigentlich schon immer geschrieben, aber erst seit ich nicht mehr
im Lehrerberuf arbeite, kann ich mich dieser Aufgabe mit vollem Einsatz widmen.
Das Schwierigste am Schriftstellern ist nicht einmal das Schreiben selbst,
sondern sich mit dem Literaturbetrieb auseinanderzusetzen, in dem ein harter
Verdrängungswettbewerb stattfindet. Es sind nicht immer die besseren Autoren, die
übrig bleiben und auf den Bestsellerlisten landen.
Mozart
Mozart hat mich schon immer fasziniert und meine Phantasie beschäftigt, schon mit
16/17 als ich ihn quasi entdeckt habe. Dazu muss man wissen, dass es in meinem
Elternhaus weder Bücher noch klassische Musik gab. Ich kann mir aber ein Leben ohne
diese beiden Elemente überhaupt nicht vorstellen. Dazu kommt noch, dass ich von
Jugend an gemalt habe. - Also Mozart, dieses Rätsel, dieses „unverdiente Geschenk
an die Menschheit“ hat mich immer wieder beschäftigt. Rätselhaft ist, woher er
diesen Reichtum in seinem Schaffen genommen hat. Gagelmann, der ein interessantes
Buch über Mozart geschrieben hat, behauptet, er sei nur eine Art Medium gewesen,
eine Art offener Tür, durch die die Musik in unsere Welt gekommen ist. Und dann
dieses Rätsel um seinen frühen Tod, über den die Spekulationen niemals verstummt
sind. Da habe ich gedacht, warum daraus nicht mal einen Krimi machen? Wenn man die
letzten Jahre und vor allem die letzten Tage Mozarts recherchiert, stößt man auf
viele Ungereimtheiten. Vieles bleibt im Dunkel der Geschichte, und das ist natürlich
reizvoll für einen Schriftsteller, da man hier seine Phantasie einsetzen kann.
Das macht für mich auch den Reiz eines historischen Romans aus: einerseits
Recherche und historische Genauigkeit, andererseits Ergänzungen durch die Phantasie.
2006, im Mozartjahr, habe ich „Mozarts Zeitreisen“ veröffentlicht. Hier hat es mich
gereizt, den historischen Abstand, den wir zu Mozarts Zeit haben, deutlich zu machen.
Wir wäre es für jemanden wie Mozart, wenn er in unserer Welt auftauchen würde?
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