Rita Hausen
 
Erste Schreibversuche im Kindergarten
 
 
    Rita Hausen
  • Rita Hausen stammt aus dem Westerwald und studierte in Bonn. Sie arbeitete als Gymnasiallehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben und der Malerei widmete.
  • Die Autorin ist in vielen Sparten der Literatur zu Hause: sie schreibt Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen und Romane. Sie lebt in der Nähe von Heidelberg, arbeitet in kreativen Phasen aber auch in einem abgelegenen Haus in Mecklenburg.
  • Sie ist Mitglied des des Literarischen Zentrums Rhein-Neckar e. V. „Die Räuber ‘77“ in Mannheim, beim „Syndikat“ und bei „QuoVadis“.
  • Veröffentlichungen:
    Der tanzende Narr, Erzählungen, Bläschke-Verlag 1984
    Mondfarbene Tränen, Gedichte, Jasmin-Eichner-Verlag, 1995
    Labyrinth, Erzählung, Epla-Verlag, 2006
    Mozarts Zeitreisen, Erzählung, Epla-Verlag, 2006
    Trazom, ein Mozartkrimi, Viaterra-Verlag 2009
    Das Päckchen in: Mit dem Kugelschreiber auf Zeitreisen, Edition Schreiblöwe, 2009
    3. Platz beim Putlitzerpreis 2009 (Kurzgeschichtenwettbewerb der 42er Autoren): Über dem Nebelmeer, Autorenkalender, Uschtrin-Verlag, 2009
 
  Kontakt: ritahausen(at)web.de
 

Verlag
Den Verlag für mein letztes Buch habe ich über die „Mörderischen Schwestern“ (Vereinigung von Krimi-Autorinnen) gefunden. Die sind gut vernetzt und helfen sich gegenseitig. Es gibt eine Mailingliste, über die man über alle Interna auf dem Laufenden gehalten wird. Überhaupt ist es mir wichtig, in verschiedenen Zusammenschlüssen von Autoren zu sein, so bin ich auch bei den „Räubern77“ in Mannheim, beim „Syndikat“ und bei „QuoVadis“. Da bleibt man in einen lebendigen Austausch mit anderen Schriftstellern und es ergeben sich immer wieder Gelegenheiten, sich an Gemeinschaftslesungen zu beteiligen.

Schreiben
Ich habe eigentlich schon immer geschrieben, aber erst seit ich nicht mehr im Lehrerberuf arbeite, kann ich mich dieser Aufgabe mit vollem Einsatz widmen. Das Schwierigste am Schriftstellern ist nicht einmal das Schreiben selbst, sondern sich mit dem Literaturbetrieb auseinanderzusetzen, in dem ein harter Verdrängungswettbewerb stattfindet. Es sind nicht immer die besseren Autoren, die übrig bleiben und auf den Bestsellerlisten landen.

Mozart
Mozart hat mich schon immer fasziniert und meine Phantasie beschäftigt, schon mit 16/17 als ich ihn quasi entdeckt habe. Dazu muss man wissen, dass es in meinem Elternhaus weder Bücher noch klassische Musik gab. Ich kann mir aber ein Leben ohne diese beiden Elemente überhaupt nicht vorstellen. Dazu kommt noch, dass ich von Jugend an gemalt habe. - Also Mozart, dieses Rätsel, dieses „unverdiente Geschenk an die Menschheit“ hat mich immer wieder beschäftigt. Rätselhaft ist, woher er diesen Reichtum in seinem Schaffen genommen hat. Gagelmann, der ein interessantes Buch über Mozart geschrieben hat, behauptet, er sei nur eine Art Medium gewesen, eine Art offener Tür, durch die die Musik in unsere Welt gekommen ist. Und dann dieses Rätsel um seinen frühen Tod, über den die Spekulationen niemals verstummt sind. Da habe ich gedacht, warum daraus nicht mal einen Krimi machen? Wenn man die letzten Jahre und vor allem die letzten Tage Mozarts recherchiert, stößt man auf viele Ungereimtheiten. Vieles bleibt im Dunkel der Geschichte, und das ist natürlich reizvoll für einen Schriftsteller, da man hier seine Phantasie einsetzen kann. Das macht für mich auch den Reiz eines historischen Romans aus: einerseits Recherche und historische Genauigkeit, andererseits Ergänzungen durch die Phantasie. 2006, im Mozartjahr, habe ich „Mozarts Zeitreisen“ veröffentlicht. Hier hat es mich gereizt, den historischen Abstand, den wir zu Mozarts Zeit haben, deutlich zu machen. Wir wäre es für jemanden wie Mozart, wenn er in unserer Welt auftauchen würde?

 
 



in der Rhein Neckar Zeitung
vom 28.01.2010