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Rolf Höge, Die Sommerlinde

Seelen
flammen auf,
jagen durch Epochen
und erlöschen in der Zeit.

Unter ihrem Dach,
das Schatten wirft,
auf jeglichen Verlauf und Neubeginn,
frag ich die Linde,
was sie erlebt,
vielleicht vertraut,
vielleicht empört.

Ich frag nach
Ruhe, Aufstand, Krieg und
Krieg und Aufstand, Ruhe –
nach Freude oder Narben.

Beim Lauschen in der Stille,
umhüllt vom Duft der Sommerlinde,
hör‘ ich nur die Biene summen
und ich frage, lausche, frage
und ahne nur, was ihre Antwort sei,
weil mir die Zeit zum Hören fehlt.

Die Geschichte meiner Linde,
zu langsam wohl erzählt,
zu langsam für mein Dasein,
für meine Hast
durch diese Zeit.

(c) Rolf Höge

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